Outbreak-Register des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin

Ausbrüche in Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen medizinischen Einrichtungen können für die Betroffenen und für die Einrichtung mit schwerwiegenden Folgen verbunden sein.

Eine schnelle Aufklärung und Beseitigung der Ursachen ist wichtig, in vielen Fällen aber mit zeit- und arbeitsaufwendigen Untersuchungen verbunden. Publizierte Ausbruchsaufarbeitungen stellen daher eine wesentliche Unterstützung beim Ausbruchsmanagement dar.

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Ausbrüche in medizinischen Einrichtungen

Für eine schnelle Aufklärung und Beseitigung der Ursachen eines Ausbruchs sind in vielen Fällen zeit- und arbeitsaufwendigen Untersuchungen notwendig.

Publizierte Ausbruchsaufarbeitungen stellen daher eine wesentliche Unterstützung beim Ausbruchsmanagement dar. Bei der Suche nach Literatur in vorhandenen Datenbanken wie PubMed erhält man eine Vielzahl von Publikationen, von denen nur ein Bruchteil tatsächliche Ausbruchsgeschehen beschreiben, so dass auch hier eine aufwendige Auslese der relevanten Artikel erfolgen muss. Jeder Artikel muss gelesen und ausgewertet werden, um den Publikationen die wesentlichen Angaben zu entnehmen wie zum Beispiel:

  • Ausbruchsursache,
  • Übertragungsweg und
  • getroffene Maßnahmen.

Outbreak-database

Outbreak-database ist eine Online-Datenbank für Ausbrüche in medizinischen Einrichtungen.

Die Datenbank enthält publizierte Ausbrüche aus den Jahren 1965 bis heute. Die Eingabe der Informationen aus den Untersuchungen erfolgt strukturiert in verschiedenen Kategorien, so dass neben allgemeinen Abfragen, wie zum Beispiel der Suche nach Ausbrüchen mit Pseudomonaden, auch eine sehr spezifische Suche ermöglicht wird, beispielsweise die Frage nach Ausbrüchen mit Pseudomonas aeruginosa, bei denen das Personal die Quelle des Geschehens war. Die strukturierte Eingabe ermöglicht dem Benutzer außerdem einen schnellen Überblick:

Die wesentlichen Informationen jedes einzelnen aufgenommenen Ausbruchs sind in der Datenbank in einer Zusammenfassung im PDF-Format abrufbar. Hier finden sich Literaturangaben, eine Beschreibung des Erregers, Angaben zum Zeitraum, zur Einrichtung, zu den betroffenen Personen, den aufgetretenen Infektionen oder Kolonisationen sowie detaillierte Beschreibungen der Quelle, des Übertragungsweges und der getroffenen Maßnahmen.

Da sie auf internationales Publikum ausgerichtet ist, handelt es sich um eine englischsprachige Datenbank. In jedem Fall erleichtert die Strukturierung der Datenbank für weniger Geübte die Verständlichkeit des Inhaltes gegenüber den Originalpublikationen.

Ziel der Datenbank ist es weiterhin, neben der konkreten Hilfestellung bei Ausbruchsgeschehen auch wissenschaftliches Arbeiten und Lehrtätigkeit zu unterstützen, indem mit Hilfe von gezielten Suchabfragen schnell und umfassend Informationen gewonnen werden können.

Initiator des Projektes ist die Arbeitsgruppe "Medizinische Informatik und Biometrie" des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin.